Philipp Becker und Georg Waibel von Studio Vierkant setzen sich in dieser freien Arbeit mit Graffiti als Praxis im öffentlichen Raum auseinander. Ausgangspunkt ist die Szene um den „Passierschein A38“ aus Asterix erobert Rom, die für bürokratische Hürden und absurde Abläufe steht. Übertragen auf Graffiti entsteht ein Mural, das Fragen nach Zugang, Erlaubnis und Kontrolle sichtbar macht. Gleichzeitig lassen sich Parallelen zwischen den überzeichneten, teils verrückt wirkenden Figuren des Films und den oft ebenso eigenwilligen Akteur*innen der Graffitikultur ziehen – zwischen Regelbruch, Beharrlichkeit und einer eigenen Logik innerhalb eines geschlossenen Systems. Zwischen Bild und Schrift wird Graffiti so selbst zum Gegenstand der Betrachtung. Die Arbeit versteht sich als reduzierte, visuelle Reflexion über die Bedingungen, unter denen Gestaltung im öffentlichen Raum stattfindet.
2022, Stuttgart
Freies Projekt / Graffiti
STUDIO VIERKANT
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